Herbert

Knaup

Widder

(23.03.1956 in Sonthofen)

Jungen Menschen Zukunftschancen eröffnen

Manchmal sind es die kleinen Ideen, die es schaffen, die Welt zu verändern. Vor 70 Jahren hat eine Gruppe engagierter Frauen und Männer rund um Hermann Gmeiner in Innsbruck die „Societas Socialis“ gegründet. Das war die Basis für die erfolgreiche Verbreitung der SOS-Kinderdorf-Idee weltweit. Heute ist SOS-Kinderdorf in 136 Ländern tätig, um  positive Lebensbedingungen für benachteiligte junge Menschen und ihre Familien zu ermöglichen. Die Grundsteinlegung für das erste deutsche SOS-Kinderdorf in Dießen am Ammersee war 1956, dem Geburtsjahr des Allgäuer Schauspielers Herbert Knaup, der schon als Kind mit der Sammelbüchse für SOS- Kinderdörfer rumgelaufen ist: „Gmeiner stammte aus Alberschwende. Das ist nur fünfzig Kilometer von meinem Heimatort entfernt, auf der anderen Seite der Berge. Gmeiner ist 1920 geboren, meine Mutter 1919 – diese Generation hat den Krieg  erlebt und gesagt: das darf nie wieder passieren. Der Mensch muss lernen, hilfreich für andere zu sein. Gmeiner hat aus diesem Gedanken heraus ein weltweites soziales Hilfswerk aufgebaut. Er war ein ganz besonderer Mensch und ein richtiger „Bergler“, wie wir sagen: bescheiden, immer ein offenes Ohr für andere, pragmatisch und stur. Wenn solche Menschen etwas gefunden haben, ob das ein Stein, eine Quelle oder eine Idee ist, dann verfolgen sie das, bis sie ihr Ziel erreicht haben.“ Waren es anfangs Waisenkinder, die in einem SOS-Kinderdorf lebten, gibt SOS-Kinderdorf heute hauptsächlich Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen ein neues Zuhause. Das Spektrum reicht von stationären und ambulanten Hilfen über Angebote zur schulischen und beruflichen Bildung, sowie der Beratung für Familien bis hin zu vernetzten Hilfen im Sozialraum.  Herbert Knaup ist selbst Vater von zwei Söhnen: „Kinder müssen Selbstvertrauen lernen, damit sie stark werden für ihr eigenes Leben. Wie gut das in SOS-Kinderdorf-Familien gelingt, beeindruckt mich immer wieder. Dazu fällt mir ein junger farbiger Mann ein, der im SOS-Kinderdorf Südafrika aufgewachsen ist und eine Schreinerlehre gemacht hat. Jetzt hat er eine eigene Schreinerei mit 20 Angestellten und bildet Jugendliche aus SOS-Kinderdörfern aus. Das ist eine echte SOS-Erfolgsgeschichte. Ich unterstützte SOS-Kinderdorf, damit es noch viele solcher Geschichten gibt, und wünsche mir, dass dies auch viele andere tun.“ Als Pate kann man ein Kind im Ausland unterstützen oder Dorfpate für ein deutsches SOS-Kinderdorf werden.                                                        

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Foto: Schneiderpress/Erwin Schneider